Was sind das eigentlich für Fische die man vom Ufer aus beobachten kann?

In den seichten Uferzonen und im Schilf des Wolfgangsees tummen sich zahlreiche „Weißfische“ oder sogenannte Cypriniden – die Karpfenartigen. Zu diesen gehört natürlich der Karpfen selbst (im Wolfgangsee eher selten anzutreffen), außerdem Aiteln (Döbel), Brachsen (Deutschland: Blei), Güstern (Blikke), Rußnasen (Zährten), Rotfedern, Rotaugen, Lauben und Pfrillen. Einige dieser Fischarten sind eher schreckhaft und selten in direkter Ufernähe zu beobachten. Andere wiederum sind recht neugierig und schwimmen sogar auf den Menschen zu. Gefahr geht von diesen Vertretern jedoch keine aus. Das liegt alleine schon daran das diese Fische nicht einmal über Zähne verfügen und daher auch keine Verletzungen zufügen können.

Kleine und mächtige Räuber

Was die Raubfische betrifft sieht die Sache dann schon etwas anders aus. Der Hecht etwa kann bis zu 20 kg schwer werden. Er ist in unserem Gebiet ein beliebter Sportfisch. Vor allem weil er die vielen kleinen Weißfische, die weder sportlich noch als Speisefisch besonders beliebt sind, dezimiert und in wertvollen und auf der Tafel beliebtes Fischfleisch verwandelt. Zu erwähnen ist auch der Zander, der erst künstlich in unsere Seen eingeführt wurde und bis zu 10 kg schwer werden kann.

Der einzige einheimische Vertreter der Stachelflosser ist der Schratz (Barsch), der allerdings nur kleinwüchsig bleibt. Diese kleinen und fidelen Gesellen sieht man oft vom Ufer aus, zu erkennen sind sie an ihren dunklen Querstreifen am ganzen Körper.

Eine ganze Sammlung von Weißfischen. Oben ein Schratz (Barsch).

Können diese Raubfische gefährlich werden?

Diese Frage scheint zumindest berechtig. Denn vertraut man den Medien, dann häufen sich vor allem Hechtatacken auf Menschen. Hechte fressen nämlich nicht nur Fische, sondern auch Wasservögel. Vor allem Küken werden in Mägen immer wieder gefunden. Bei größeren Hechten können es sogar erwachsene Wasservögel sein. Aus den Seen des Salzkammergutes sind solche Vorfälle allerdings nicht bekannt. Dies könnte auch daran liegen, das die Dichte an Weißfischen extrem groß ist und dem Hecht seine Mahlzeit förmlich vor der Nase schwimmt.

Ein schönes Aitel (Döbel). Diese Fische sind oft in Ufernähe anzutreffen und zeigen wenig Scheu vor dem Menschen, verfügt jedoch über keine Zähne.
Brachsen bewegen sich gerne auf dem Boden und durchwühlen diesen. Aufsteigende Luftbläschen verraten oft ihren Standort.