Der Wolfgangsee und die Glücksplätze

Der Wolfgangsee ist ein großartiges Naturjuwel. Die verschiedenen Orte entlang des Ufers verbindet allesamt eine besondere Idylle, die Kraft und Energie schenkt. Eine der schönsten Wanderungen führt von St. Gilgen aus über die Falkensteinwand nach St. Wolfgang. Neben spektakulären Aussichten und idyllischen Plätzen, kann man auf dieser Tour auch vier sogenannte Glücksplätze passieren.

Der Weg führt erst vorbei an den bezaubernden Häusern und Gärten im Brunnwinkel. Anschließend wandert man am grünen bis türkisblauen Wasser (je nach Jahreszeit) entlang bis nach Fürberg. Zunächst lässt man den Weg hinauf auf den Falkenstein noch links liegen und besucht sowohl das Ochsen- wie auch das Hochzeitskreuz. Wobei sich ersteres auf einer winzigen Felsinsel befindet. Der Abstecher zu diesen beiden Glücksplätzen führt das Ufer entlang, geht auf und ab durch den Wald und lässt uns mehrere kleine Buchten entdecken.

Über den Falkenstein

Anschließend geht es wieder ein Stück zurück auf den eigentlichen Weg und der Aufstieg zur Falkensteinkirche beginnt. Bei diesem Ort handelt es sich um einen enormen Kraftplatz und ein kultisch bedeutsames Naturheiligtum samt Quelle. Die Stätte wird heute noch von vielen Pilgern besucht – Erdstrahlen und rechtsdrehende Quellen wurden von verschiedenen Rutengängern und Pendlern bestätigt.

Auch hier lohnt sich wieder ein kleiner Abstecher, um den atemberaubenden Blick hinab auf den See und über die Berge zu genießen. Danach führt uns der Weg über Ried nach St. Wolfgang, wo einem nicht nur die wohlverdiente Jause, sondern auch weitere Kraftorte und Heiligtümer erwarten.

Wallfahrtskirche St. Wolfgang

Der Legende nach wurde diese Kirche vom hl. Wolfgang errichtet. Früher endete hier auch auch die Wallfahrt St. Wolfgang von Mondsee über den Falkensteinweg. Besonders sehenswert ist der Pacheraltar. Meister Michael Pacher aus Bruneck (Südtirol) erhielt im Jahre 1471 vom damaligen Abt Benedikt vom Kloster Mondsee den Auftrag zur Errichtung eines Flügelaltares. In zehnjähriger Arbeit schuf er zusammen mit seinem Bruder Friedrich eines der bedeutendsten spätgotischen Kunstwerke. Teils auf Wagen und teils auf Flussschiffen wurde der weltberühmte Altar nach St. Wolfgang gebracht.

Von St. Wolfgang aus kommt man übrigens gemütlich mit dem Schiff in ca. 40 Minuten zurück nach St. Gilgen. Vom Wasser aus lässt sich die gesamte Route noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben. Vor allem das Hochzeits- wie das Ochsenkreuz werden so noch einmal passiert.