Schafberg Zahnradbahn: Der „feuerspeiende Berggeist“

Während die liebliche, Rauch und Fuken speiende Eisenbahn „zwischen Salzburg und Bad Ischl“ längst von Autos und Bussen unserer Zeit abgelöst wurde, pustet und qualmt die weltbekannte Zahradbahn immer noch, und zur Freude Tausender Urlauber, hinauf zum Gipfel des Schafberges.

 

Man muß mit ihr einmal diesen Berg „erklimmen“. Der „feuerspeiende Bergeist“ wurde bereits mehrmals modernisiert und befindet sich im besten Zustand. Wenn auch der würzige Rauch von Tannen- und Fichtenscheiten längst Kohlen- und Dieselgerüchen weichen musste, so ist doch eine Zahnradbahnfahrt vom Wolfgangsee auf diesen großartigen Aussichtsberg, ein seltenes Erlebnis.

Wegen seiner einmaligen Gipfelschau – kein naher Berg hemmt die Sicht in alle Himmelsrichtungen – wurde der Schafberg oftmals als österreichischer Rigi bezeichnet. Hier oben befindet sich neben einem Hotel die urige Schutzhütte Himmelspforte. Richtung Mondsee fällt die beeindruckende Nordwand senkrecht in die Tiefe.

Wer nicht am Gipfel kleben bleiben will, sollte über den großartigen Felsgrat hinüber zum „zweiten Gipfel“, dem sogenannten „Teufels-Abriß“, wandern. Einige Vorsicht ist hier geboten, direkt vom Fuß bricht die Felswand senkrecht in die schaurige Tiefe, aus der die winzigen Schafbergseen blauäugig heraufleuchten. Wer es weniger spektakulär braucht, der kann über die Schafbergalpe und anschließenden Forststraßen zurück nach St. Gilgen wandern.