Ein geheimninsvoller Ort auf der Falkensteinwand

Wer sich gerne in der Natur aufhält und auf einen gewissen Komfort nicht verzichten möchte, ist in St. Gilgen genau richtig. So lassen sich von unserem Hotel aus die verschiedensten Wanderungen, in der Region um den Wolfgangsee, unternehmen. Das bequeme dabei: Sie brauchen weder Auto noch Fahrdienst, um an den Beginn einer Route transportiert oder von einem Endpunkt abgeholt zu werden.

Eine Wanderung, die man während eines Urlaubs am Wolfgangsee unbedingt gemacht haben sollte, ist die Tour nach St. Wolfgang. Von St. Gilgen aus braucht man in den Nachbarort ca. drei Stunden und marschiert zuerst die meiste Zeit am See entlang. Nachdem der Gasthof Fürberg passiert wurde führt, bei einem Höhenunterschied von ca. 200 Metern, ein alter Weg hinauf auf die mystische Falkensteinwand. Während des Aufstiegs, man befindet sich bereits auf dem St. Rupert-Pilgerweg, sind neben einem Kreuzweg auch Ansammlungen von Steinen zu entdecken. Es ist ein alter Brauch, dass die Pilger diese Steine mit auf ihren Weg auf die Wand nehmen um ihre Sünden „abzutragen“.

Vom heiligen St. Wolfgang und Kaiser Maximilian

Oben angekommen staunt der Wanderer dann nicht schlecht. Entlang einem Felsabbruch steht hier ein Wahlfahrtskirchlein dessen kultischer Ursprung schon auf die Kelten zurückgeht. Der Legende nach wurde dieser Ort vom heiligen St. Wolfgang gegründet und noch bis vor 200 Jahren lebten hier dauerhaft Eremiten. Schon während des Spätmittelalters entwickelte sich die Falkensteinwand zu einer der wichtigsten Pilgerstätten in Europa. Sogar der große Habsburger-Kaiser Maximilian I. (der mit dem goldenen Dachl und den schwarzen Mander in Innsbruck) besuchte diesen Ort und wollte hier sogar bestattet werden.

In der Kirche selbst gibt es dann noch eine absolute Besonderheit zu entdecken. Hier befindet sich nämlich ein sogenannter Durchkriechstein. Solche Plätze gehen ebenfalls noch auf die Kelten zurück, haben aber auch eine christliche Bedeutung. Als Pilger durchquert man diesen Spalt jedenfalls dann ohne Probleme, wenn man ohne Sünde ist. Dies soll auch für Leute mit großem Bauchumfang gelten! Neben dem Altar aus dem 17. Jht. sei auch noch die Wunschglocke des Kirchleins erwähnt. Zieht man an ihr und läutet die Glocke darauf dreimal, hat man einen Wunsch frei.

Nur einen Steinwurf von der kleinen Kirche entfernt gibt es ein weiteres interessantes Plätzchen zu entdecken. In der kleinen Brunnenkapelle befindet sich eine Quelle, die ebenfalls auf den heiligen St. Wolfgang zurückgeht. Dem dort entspringenden Wasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Es lohnt sich also etwas davon mit nach Hause zu nehmen.

Aberseeblick und Scheffelblick

Bevor man sich jetzt weiter auf den Weg Richtung St. Wolfgang macht, sollte man zuvor noch einen kleinen Abstecher unternehmen. Zweifach ausgeschildert ist der Weg zu Abersee- bzw. Scheffelblick. Von hier aus lässt sich ein atemberaubender Blick über den Wolfgangsee und die umgebende Berglandschaft genießen.

Über Ried nach St. Wolfgang und über den Wolfgangsee zurück nach St. Gilgen

Nun geht es wieder hinunter zum See und nach St. Wolfgang. Auf dem Weg dorthin findet sich noch das eine oder andere Gasthaus, welches sich auf einkehrende Wandersleute freut. In St. Wolfgang selbst wäre dann auch noch Einiges zu entdecken, darüber werde ich in einem der nächsten Beiträge noch berichten. Um bequeme nach St. Gilgen zurückzukommen, nimmt man am Besten das nächste Schiff der Wolfgangsee-Schiffahrt. Auf der gemütlichen Fahrt zu Wasser passiert man noch einmal die beeindruckende Falkensteinwand. Zurück in St. Gilgen endet dann die interessante Familienwanderung am Wolfgangsee.

Ausrüstung:

  • Gute Wanderschuhe, Bergschuhe sind nicht notwendig
  • Regenschutz
  • Wanderstöcke, gerade wenn es bergab Richtung St. Wolfgang geht
  • leeres Trinkgefäß, um etwas vom heilenden Wasser mitzunehmen
  • Ein paar Euros für die Rückfahrt mit der Wolfgangsee-Schifffahrt